Name

Union Yacht Club Traunsee (UYCTs)

Vereinssitz          

Gmunden, Traunsee

Gründung

15. August 1888

Website

http://www.uyct.at/

Von der Gründung zum K.k Union-Yacht Club


Die Gründung

Die Gründung eines Yacht Clubs am Traunsee ging auf eine Initiative von Edward Drory zurück, der schon bei den Gründungen des UYC Stammvereins an der Alten Donau, Attersee und Wörthersee 1886 Pate gestanden hatte, obwohl er nie offizielle Funktionen in diesen Clubs übernahm.

Wie in anderen Ländern auch standen also Engländer am Beginn des organisierten Segelns, hatten diese doch schon seit dem 18. Jahrhundert die ersten Yacht Clubs in Großbritannien gegründet, zum einen aus Gründen der sozialen Organisation, zum anderen mit dem ausdrücklichen Ziel des seglerischen Kräftemessens.

Der älteste davon war 1720 der (spätere) Royal Cork Yacht Club in Irland. Im englischsprachigen Ausland folgten rasch weitere Gründungen, auch in exotischeren Orten der Kolonialmacht Großbritannien wie 1846 der Royal Bombay Yacht Club.

Im deutschen Sprachraum entstanden dann mit etwas Verzögerung die ersten Zusammenschlüsse von Seglern, zuerst die sogen. Tavernen-Gesellschaft von 1835 in Stralau bei Berlin, 1855 der Segelverein Rhe in Königsberg (nunmehr in Hamburg ansässig), und 1867 der Berliner Segler-Club (BSC) (der allerdings 1951 aufgelöst und erst 2007 neugegründet wurde). Erst ein Jahr nach den ersten österreichischen Union Yacht Clubs wurde 1887 der Kieler Yacht Club (später Kaiserlicher Yacht Club), in Bayern 1888 der Bayerische Yacht-Club Starnberg und 1891 in Potsdam der Seglerverein der Unterhavel (später Potsdamer Yacht Club) gegründet.

Als im dritten Viertel des 19. Jahrhunderts mit dem fortschreitenden Tourismus des gehobenen Bürgertums, das dem Kaiserhaus und dem Hochadel ins Salzkammer-gut folgte, auch die Salzkammergutseen "entdeckt" wurden, war es eine logische Folge, dass nur zwei Jahre nach Gründung des ersten Österreichischen Yachtclubs überhaupt, dem von Wiener Industriellen getragenen UYC Stammverein (15. März 1886) und dann im selben Jahr 1886 der UYC Wörthersee (14. Juni 1886) und der UYC Attersee (10. Juli 1886), die Gründung des UYC Traunsee mit seinem seglerischen Zentrum in Gmunden stattfand.

Wie beim BSC in Berlin und den drei genannten ältesten Union Yacht Clubs war es auch hier Edward Drory, der den Anstoß zur Gründung am 15. August 1888 gab. Das Datum ist natürlich kein Zufall, sondern ist der Feiertag Mariä Aufnahme in den Himmel, der 1888 auf einen Mittwoch fiel und schon seit 1632 in Traunkirchen am Tag des Patroziniums der Pfarrkirche durch die Seeprozession begangen wurde und wohl auch deswegen am Traunsee einen besonderen Stellenwert hat.

An diesem Feiertag kamen also einige Segelkameraden in Gmunden zusammen und gründeten den Union Yacht Club Traunsee - aber wer genau diese Segler waren, lässt sich nicht mehr genau rekonstruieren, da unterschiedliche Berichte darüber existieren, obwohl einige der frühesten Clubmitglieder auf jeden Fall dazu gehören, und zwar waren das Gustav Fritz und die Brüder Heinz (Dr. Heinrich) und Viktor Thausing. 1) Auch Egon Oppolzer, Alfred Finger, Dr. Alfred Pranter und Dr. RudolfThausing dürften zu diesem engsten Kreis gehört haben. Viktor Thausing sen. nennt in seinen Erinnerungen auch noch Rittmeister Bauer und Dr. Schrack unter den Gründungsmitgliedern:

Inzwischen hatte die Segelei die Bekanntschaft zwischen Drory und Fritz vermittelt und so gründete über Drorys Veranlassung G. Fritz mit uns den Zweigverein Traunsee, dessen Statuten im August 1888 von dem ersten Schriftführer, meinem Bruder R. Thausing, eingereicht wurden. Die Proponenten und ersten Mitgliedern waren außer G. Fritz wir drei Brüder Thausing, A. Finger, Rittmeister, Dr. Schrack u. a.

Als erster Obmann wurde Prof Schrötter gewonnen, der in Rindbach seine Villa  hatte und die Leitung der Ausschusssitzungen und Generalversammlungen ganz unbeschwert durch irgendwelche Seglerkenntnisse ausgezeichnet führte.

Das älteste Foto der Gründerväter unseres Yacht-Clubs stammt jedenfalls aus dem Jahr 1890 und zeigt Gustav Fritz, Dr. Rudolf Thausing, Dr. Alfred Prantner, Alfred Finger, Egeon Oppolzer und einen Hrn. (Victor?) Eisnemenger; hinter der Linse stand jedenfalls Ing. Viktor Thausing. Dagegen nenne Dr. Ferdinand Krackowizer (1844-1933), immerhin Zeitgenosse der Vorgänge und Landesarchivar, den 24. September 1888 als Datum der konstituierenden Sitzung und nennt als Anwesende Gustav Fritz, Rittmeister a.D. Alois Bauer, Dr. Rudolf Thausing und Hofrat Dr. J. Schrack. Das bekannteste Foto der Gründungsmitglieder, das immer noch das Clubzimmer im 1. Stock ziert, wurde 1890 vor einer Bootshütte auf dem Clubplatz aufgenommen, und zeigt V. Schiffer, Baron E.v.Ransonett, Wilhe1m Breyer, Gustav Fritz, Eduard Thausing, Alfred Finger und Rittmeister Bauer. Da aber Eugen von Rarisonett-Villez zu dieser Zeit Präsident des UYCAs war, dürfte es sich um ein Photo anlässlich emes Freundschaftsbesuchs gehandelt haben. Dass solche Besuche an der Tagesordnung waren und auch die Teilnahme von Yachten anderer Clubs von Anfang an üblich waren zeigt auch der folgende Bericht über die allererste Regatta, in der wenigstens »Ellidhi« und »Minni«, vielleicht auch »Nina«, vom UYCAs kamen.

Die erste Regatta

Die erste Regatta des neuen Clubs wurde bereits am 11.8.1889 abgehalten:

Gmunden -- Der Zweigverein »Traunsee« des Union-Yacht-Clubs veranstalte[te] am 11. August eine erste interne Regatta als Probe für die im nächsten Jahre abzuhaltende Wettfahrt um die vom Erzherzog Johann, dem Grafen Harrach und anderen hohen Sportfreunden gestifteten Preise. Der frühmorgens günstige Wind flaute bis 10 Uhr ab, weshalb die Regatta verschoben wurde. Im Laufe des Vormittags setzten noch kräftige Böen ein, welche ein Boot zum Kentern brachten, dessen Insassen von Ruderbooten aufgenommen wurden. Am Montag früh starteten bei anfänglich flauem, dann etwas auffrischenden Süd-West 34 Boote zur Wettfahrt in vier Klassen. In der 3. Klasse (getakelte Ruder-Gigs) war das Ergebnis:1. »Klotilde« (Lateiner), Dr. J. Schrack; 2. »Aetius der Blinde« (Gleittakelung), Prof Dr. v. Schrötter. »Ingeborg« und »Feodora« mussten trotz ihrer guten Leistung wegen falschen Rundens einer Boje ausgeschlossen werden. - In der 2. Klasse (offene Kiel- und Schwertboote, Dreieckskurs) war 1. »Ellidhi« (Lugger), Dr. Eisenmenger; 2. »Tristan« (Kutter), Dr. Thausing. Noch vor »Ellidhi« erreichte ein außer Wettbewerb mitsegelndes Boot des Erzherzogs Johann Salvator das Ziel. - In der 1. Klasse (gedeckte Kiel- und Schwertboote, Dreieckskurs) siegte mit  Ueberleqenheit »Minni« (Sloop), Dr. G. Lott; 2. »Cressida« (Sloop), G. Fritz; den 3. Platz musste »Hermine« infolge falschen Rundens einer  Boje an die viel länger gesegelte "Nina" abgeben. - Ferner waren 18 Gmundener Schiffer an der Wettfahrt beteiligt.

Die 18 «Gmundner Schiffer« dürften sich auf die mit Lateinersegeln getakelten Rudergigs, vermutlich hauptsächlich der Gmundner Bootsvermieter, bezogen haben, dennoch ist ein Feld von 34 Booten für die erste Regatta überraschend groß. - Nur am Rand sei erwähnt, dass Erzherzog Johann Salvator (geb. 1852), der nur 2 Monate später aus dem Kaiserhaus austrat und den Namen des von ihm 1876 erworbenen Schlosses Ort annahm, schon im darauffolgenden Juli mit seiner Dreimastbark »Saint Margaret« vor Kap Horn verloren ging; Johann Orth wurde 1911 trotz diverser Gerüchte über ein mögliches Überleben endgültig für tot erklärt.

Das Clubgelände

Während des ersten Vierteljahrhunderts seiner Existenz besaß der UYCTs kein eigenes Haus, ja nicht einmal ein eigenes Grundstück, sondern man traf sich informell auf dem sogen. Klubplatz im westlichsten inneren Winkel der Orter Bucht:

Im Jahre 1889 trat ein Freund meines Bruders, Alfred Pranter, in den neuen Klub ein, es war ein kleiner, aber gut zusammengestimmter Kreis von Mitgliedern, die sich auf dem alten sogenannten Klubplatz" auf jede Art königlich unterhielten.

Der Klubplatz war der Teil des Gartens der Villa Harringer (jetzt Limm}, der zwischen dem Kanal und der Villa Feichtinger (jetzt Steinberger) lag. Wir hatten uns hier immer mit G. Fritz getroffen, der am Anfang des Kanals beim Bootshaus Feichtinger sich einen kleinen Schupfen für die Canoes hatte bauen lassen, während wir ja hier unser Ruderboot eingestellt und in der Orter Bucht den »Tristan « liegen hatten. Die Gründung des Klubs und namentlich die dadurch entstandene Bekanntschaft und Freundschaft mit E. Drory, dem Gründer des UYC, hat der Entwicklung der Segelei auf dem Traunsee einen gewaltigen Impuls gegeben.

(Dieser »Klubplatz« liegt am Ufer der Orter Bucht zwischen den heutigen Hausnummern Dr. Thomas-Straße 7 und 11).

Nach der Gründung des UYCTs im Sommer 1888 entstanden später als Union Yacht Clubs noch am 11. April 1901 der "UYC Wolfgangsee", am 20. Mai 1908 der "UYC Mondsee". 1912 bildete sich aus dem 1895 gegründeten "Bregenzer Segel Club" der "UYC Bodensee", am 18. Juli 1914 entstand der "UYC Grundlsee". In den Nachkriegsjahren wurden noch die Zweigvereine "UYC Millstättersee" (4. September 1923), "UYC Mattsee" (18. März 1925), "UYC Neusiedlersee" (17. Januar 1927) und als vorläufig letzter der "UYC Neufeldersee" (16. September 1950) gegründet. "6) Die rechtliche Konstruktion des UYC und seiner Zweigvereine war anfangs nicht ganz durchsichtig:

Anfangs bestand der »Union Yacht Club« aus dem Wiener Stamm verein und den ihm untergeordneten Zweig vereinen; diese Konstruktion stieß jedoch bald auf Kritik. Noch im Dezember 1886 wurden die ersten Statutenänderungen genehmigt, 1902 kam es zu einer grundlegen- den Umbildung: der Stammverein wurde den Zweigvereinen gleichgestellt. Dafür entstand eine neue Dachorganisation, der" Union Yacht Club" als solches. Seit 1902 gab es in Wien rechtlich gesehen also zwei »Union Yacht Clubs«: den alten, ortsansässigen Stammverein und den neugebildeten, überregionalen »Dach«-Club. Sitz beider Vereine blieb die Villa Miramar. Edward Drory verließ um die Jahrhundertwende Wien, um Generaldirektor der Berliner Gaswerke zu werden. Vor seiner Übersiedlung schenkte er im Herbst 1899 das Haus dem Stammverein, in dessen Besitz es bis heute geblieben ist.

Die UYC-Flagge

Anfangs bestanden auch noch Flagge und Stander der Union Yacht Clubs, anders als jetzt, aus einem hellblaues Kreuz auf weißem Grund, mit einer kleinen Version der K.u. k. österreichisch-ungarischen Handelsflagge, den Initialen des Zweigvereins im oberen inneren Feld und darunter einem blauen Anker.

Dieser heraldisch überladene Stander wurde 1902 von allen Symbolen befreit, was nur ein blaues Kreuz auf weißem Grund überließ. Dies entsprach jedoch der internationalen Buchstabenflagge X und hätte Anlass zu Missverständnissen geben können. Allerdings bewilligte dann schon
am 14. August 1905 Kaiser Franz Joseph dem UYC das Führen des rot-weiß-roten Bindenschilds mit der Habsburgerkrone darüber auf dem blauen Kreuz des Hintergrunds, was bis heute die Flagge des UYC bildet.

Die mit 3. August 1911 dem UYC mit kaiserlicher Erlaubnis zugestandene Führung der Bezeichnung »kaiserlich- königlich« hing mit dem 25jährigen Jubiläum der Clubgründung zusammen, wodurch die Union Yacht Clubs nun den selben Rang wie die britischen »Royal Yacht Clubs« einnahmen, welche bis heute das Recht zur Führung der Krone des British Empire im Stander haben. Die neuen Buchstaben änderten aber nichts am Stander oder der Flagge, dagegen trugen von 1911 bis 1918 sämtliche Publikationen, Preise und Cockpitschilder stolz die Bezeichnung »K.K. Union Yacht Club«, welche allerdings mit Ende der Österreichisch-ungarischen Monarchie ihre Bedeutung verlor.

Die gravierendsten Veränderungen des Clubstanders gab es jedoch mit dem sogen. »Anschluss« Österreichs an das Großdeutsche Reich, denn nicht nur wurden die Union Yacht Clubs selbst aufgelöst und zu Zweigvereinen des Yacht Club von Deutschland degradiert, auch an ihren monarchistischen Symbolen nahm man Anstoß. Deshalb trugen während der sieben Jahre des 1000jährigen Reichs auch die Union Yacht Clubs den Stander aller deutschen Vereine, nämlich ein schwarzes, rotumrandetes Kreuz auf weißem Hintergrund, in dessen Mitte der deutsche Reichsadler mit den Hakenkreuz hervorstach. Dieses recht unnautisch wirkende Gebilde ging zwar auf einen Stander des Kieler Yacht-Clubs (gegr. 1887, später Kaiserlicher Yacht-Club), zurück, welcher allerdings 1937 aufgelöst und von den Nationalsozialisten als Yacht- Club von Deutschland neugegründet wurde, wobei der Stander statt der Krone eben Reichsadler und Hakenkreuz verpasst bekam , war aber verglichen mit dem der Union Yacht Clubs außerordentlich hässlich.
Erst 1945 bekamen die Union Yacht Clubs ihre stolzen alten kaiserlichen Stander und Flaggen zurück, welche sie bis heute führen.

Mitglieder und Yachten

Die Mitgliederverzeichnisse und Yachtregister des Union Yacht Club aus den Jahren 1908, 1909, 1911 und 1913 und "Das Jahrbuch" des Union Yacht Club geben jedenfalls ein gutes Bild davon, wie der Club im ersten Vierteljahrhundert seit seiner Gründung angewachsen war und wie der Bestand der Yachtflotte aussah, auch wenn zu berücksichtigen ist, dass (wie heute noch immer) keineswegs alle Schiffe, die bei Regatten mitsegelten, auch notwendigerweise registriert waren. Immerhin ergibt sich für 1913 schon eine beachtliche Flotte des UYCTs wie der Aufstellung zum Bootsbestand von 1913 zu entnehmen ist.

Auch die Liste der Mitglieder war von den 19 Herren - und es waren nur Herren! - des Jahres 1890, zu denen noch, wie bei den UYCs üblich, das K.u.K. Yachtgeschwader in Pola als institutionelles Mitglied hinzukam, im Jahre 1913 auf immerhin 60 aktive und 55 beitragende Mitglieder sowie 4 Junioren angewachsen, darunter schon 30 Damen.

Der erste Weltkrieg

Gesegelt wurde bei Ausbruch des I. Weltkriegs noch bis in den Krieg hinein, allerdings wurden Regatten schon nach der Ermordung des Thronfolgers abgesagt. So findet sich etwa in der Berliner Zeitschrift "Der Segelsport" vom 1. August 1914 (Jg. 1, Heft 19, S. 343) der kleine Hinweis, dass für Internationalen Regatten der 6m-R-Klasse zwar sieben Yachten genannt hätten, aber:

„Der k.k. Union-Yacht-Club Traunsee sieht sich durch die Einberufungen wegen des Krieges gezwungen, die Regatten auf unbestimmte Zeit zu verschieben.“

Diese sieben 6er waren übrigens »Teresa II« (Richard Dehne), »Gorla« (Dr. Paul Clairmont), »Halunk« (Viktor Urban), »Grane« (Dr. Ritter von SonnenthaI), »Cobra« (Adrian Ritter von Sax), »Flamander« (Dr. Stefan Ritter v. Clanner) und »Windspiel XVIII« (Dr. Friedrich Ritter von Haymerle).

Von 1914 bis 1918 kam der Binnensegelsport zwar nicht völlig zum Erliegen, war aber stark eingeschränkt. Während man in Berlin am Wannsee schon 1915 die smarte Idee von Regatten als Benefizveranstaltungen hatte (so im Juni 1915 »Kriegs-Segelwettfahrten im Dienst der Kriegswohltätigkeit«) , hielt man in Österreich von 1915 bis 1917 offenbar nur auf der Alten Donau noch Segelregatten ab, welche allerdings gewissen Seltenheitswert hatten, wie entsprechende Pressemeldungen zeigen.

Immerhin nahmen noch ein Jahr vor Kriegsende, am Samstag, dem 30. September 1917, auf der Alten Donau 26 Boote der Klassen I-III an den Regatten teil. Auf den Salzkammergutseen scheint dagegen ab 1915 die auf die Wiener Sommerfrischler angewiesene Regattatätigkeit zum Erliegen gekommen sein, da die meisten Männer wohl zum Kriegsdienst eingezogen waren. Weder »Die Yacht« noch die »Allgemeine Sport-Zeitung« noch die 1916 als Verbandsblatt nunmehr vereinigten Deutsch-Österreichisch-Ungarischen Segelverbandes fungierende Zeitschrift »Wassersport« berichten jedenfalls von Ausschreibungen oder abgehaltenen Regatten.

Private Ausfahrten verzeichnet das Logbuch des UYCTs allerdings auch noch für 1914 und 1915, 1914 nur von der Kielyacht »Schelm III« des Max Schmidt und der »Maus« von Karl Friedinger, 1915 von »Schelm III«, »Fräulein« des Ludwig Neumann und der erst 1914 fertiggestellten »Isolde«. Damit bricht das Logbuch am 9.9. 1915 ab und setzt erst, reichlich verspätet, wieder 1924 ein.

Im Nachkriegsjahr 1919 scheint es nur wenige organisierte Wettfahrten gegeben zu haben, allerdings wurden im UYCTs schon vom 21.-31. August 1919 clubinterne Regatten ausgetragen. Mangels jährlichen Yachtregistern und Publikationen ist auch die Spur vieler Yachten in den Kriegsjahren und kurz danach nicht mehr nachzuverfolgen.

Aus der Festschrift «175 Jahre UYCTs» (R. Simek)